FAQ
Nach dieser Flut an Informationen gibt es sicherlich einige Frage zum Szenario, euren Charakteren, Grenzen und Rahmenbedingungen. Hier findet ihr einige davon beantwortet.
Im Regelwerk steht, dass das Team im Zweifel auch ohne explizite Regel entscheidet. Ist das nicht einfach nur Willkür?
Nein, es ist Spielleitung. In einem so kurzen Event zählt jede Sekunde. Wir haben uns bewusst gegen eine 50-seitiges Regelwerk entschieden, das eh niemand vollständig liest. Gutes Rollenspiel lässt sich zudem nicht in Paragraphen gießen.
Unsere Entscheidungen basieren auf dem Fairplay-Grundsatz und dem Ziel, die Atmosphäre für alle aufrechtzuerhalten. Wenn Regellücken gefunden werden, um anderen den Spaß zu verderben, die Logik des Settings zu sprengen oder sich auf unfaire Weise Vorteile zu verschaffen, werden wir einschreiten – auch, wenn kein Paragraph dazu existiert.
Wir bewerten nicht nach Sympathie, sondern nach Handlungen und dem Nutzen für die übergreifende Geschichte. Wer hier teilnimmt, vertraut uns in der Rolle als Kuratoren dieses Erlebnisses. Wer absolute Rechtssicherheit und endlose Diskussionen über Regelauslegungen sucht, wird hier nicht glücklich. Wir schützen das Projekt, nicht ein individuelles Ego.
Echter Charaktertod, keine totale Charakter-Autonomität. Ist das nicht zu hart?
Ja, ist es. Und genau das ist die Absicht.
Wenn in diesem zeitlich begrenzten und speziellen Szenario eure Charaktere so sterben wie im gewöhnlichen Langzeit-RP (nämlich gar nicht), untergräbt das die Gefährlichkeit der ganzen Event-Prämisse. Die Angst um den eigenen Charakter ist der Treibstoff für die Atmosphäre, die wir gemeinsam mit euch erzeugen wollen.
Alleine in dunklen Seitengassen rumschleichen? In gut bewachte Lager einer Gruppe einbrechen? Nervige Gegenspieler mit der letzten Kugel für immer beseitigen? All das muss nicht nur für eine Seite harte Konsequenzen haben, sondern für alle. Niemand darf sich sicher sein, alleine durch Regelwerke und Verwaltungsprozesse geschützt zu werden. Eure Aktionen haben Konsequenzen. Diesmal wirklich.
Aber keine Sorge: mit der Second-Chance Option bleibt ihr, wenn gewünscht, noch in anderer Form erhalten.
Das Szenario in Kombination mit den Regeln klingt ein wenig unfair, oder?
Das ist tatsächlich korrekt. Um die intensive und dystopische Atmosphäre beinahe dauerhaft aufrecht erhalten zu können, haben wir uns bewusst für einen scheinbar unbalancierten und unfairen Rollenspielansatz entschieden. Dies wird auf eure Charaktere auch durchaus in vielen Situationen so einprasseln – wenn ihr mit sowas nicht klar kommt (oder eure Communitys), ist dieses Event vermutlich nicht das Richtige für euch!
Darf mein Charakter wirklich alles tun, was in so einem Szenario realistisch von Menschen getan werden würde?
Nein. M.E.T.A. lädt keine Psychopathen ein. Keiner eurer Charaktere wird daher von jetzt auf gleich sein Verhalten um 180 Grad drehen und zur gewissenlosen Tötungsmaschine werden. Dieses Event ist kein Last-Man-Standing Turnier, kein Shooter oder Survivalspiel und erst Recht kein Raum für Darstellung unmenschlichster Verhalten & Gedanken.
„Aber mein Charakter würde das so tun“ ist eine unkreative, langweilige Ausrede für Faulheit.
Wenn der Weg so kurz ist, dass euer Charakter diese Entwicklung in dieser wenigen Zeit durchschreitet, ist er von Anfang an schlecht konzipiert. Gebt euren Charakteren Raum zum Wachsen. Ergründet die inneren und zwischenmenschlichen Kämpfe und warum sie stattfinden. Thematisiert, wie und wann eigene Grenzen gebrochen oder aufrecht erhalten werden. Wann Träume & persönliche Ambitionen aufgegeben und verändert werden.
DAS sind die Geschichten, die wir sehen wollen.
Haben unsere Handlungen wirklich Einfluss auf das Event?
Ja, aber natürlich nur in einem begrenzten Rahmen. Im Überlebenskampf und Kampf gegen einen autoritären, übermächtigen Tech-Konzern werdet ihr nicht auf Augenhöhe agieren können oder dieses Unternehmen gänzlich stürzen.
Die M.E.T.A. Corporation mag der Feind dieses Settings sein, soll aber nicht zum Gegenspieler aller persönlichen Charaktergeschichten werden. Diese Rolle nehmen eure Mitspielenden und die Gefühle eurer eigenen Charaktere ein. Hier sind eure Handlungen entscheidend und ziemlich unbegrenzt. Wir beobachten euch dabei als Team genau und unterstützen aufkommende Ideen, sofern es uns möglich ist. Seid deshalb proaktiv und nicht reaktiv, besonders wegen der begrenzten Spielzeit.
Das Ende dieses Events – und damit auch das Ende eurer Charaktergeschichte – ist vielfältig und hängt davon ab, welche Entscheidungen eure Charaktere treffen, welchen Angeboten & Spuren sie folgen und für was sie am Ende stehen wollen. Lasst euch überraschen!
Wie stark wird die Projektleitung in das Spielgeschehen eingreifen?
So wenig wie möglich, so stark wie nötig.
Wir verfolgen mit diesem Event keine vorgeplante Geschichte, bei der der Weg und das Ende bereits in Stein gemeißelt sind. Dennoch möchten wir, dass das Erlebnis für die Gesamtheit der Mitspielenden ein spannendes, neuartiges Erlebnis wird. Dafür sind manchmal Entscheidungen notwendig, die zur Last von Einzelnen fallen. Da machen wir auch keine Ausnahmen, nur weil man Person X oder Person Y kennt. Das Event steht an erster Stelle.
Je heftiger ihr reinhaltet und Grundpfeiler dieses Settings zerstört, die zum absoluten Chaos/Unspielbarkeit führen, desto heftiger müssen wir darauf reagieren. Im schlimmsten Fall ist euer Charaktertod und damit euer vorzeitiges Eventende die Konsequenz.